Schmieden

[Warmarbeit]

SCHMIEDEPROZESS

Schmieden ist das spanlose Umformen von Metallen zwischen zwei Werkzeugen. Die Wahl des Werkzeugstahles richtet sich in erster Linie nach dem jeweiligen Schmiedeverfahren.


Gesenkschmieden

Das Schmieden im Gesenk erfolgt mittels Schlag durch einen Hammer oder durch hohen Druck mit einer Schmiedepresse oder Schmiedemaschine. Beim Schmieden mit einem Hammer befindet sich das
Schmiedestück nur kurzzeitig in Kontakt mit einem Gesenk. Dadurch wird das Gesenk geringer auf Temperatur beansprucht. Die mechanische Beanspruchung ist allerdings groß. Es ist daher sehr wichtig, dass der verwendete Warmarbeitsstahl über gute Zähigkeitseigenschaften verfügt. Demgegenüber erfolgt der Kontakt beim Schmiedepressen über einen längeren Zeitraum, wodurch es zu einer höheren
Temperaturbeanspruchung des Werkzeuges kommt. Daher werden hier Warmarbeitsstähle auf Basis Chrom- Molybdän eingesetzt, die sich durch erhöhte Anlassbeständigkeit, Warmfestigkeit, Warmverschleißwiderstand und Warm zähigkeit auszeichnen.

Schnellschmieden

Vollautomatische Mehrstufenpressen sind Schmiedeanlagen, die in mehreren Umformstufen selbst schwierige Formen aus schwer umformbaren Materialien herstellen. Mit diesen Anlagen werden meist rotationssymmetrische Teile hergestellt. Erwärmung der Rohlinge, Zuführung, Abscheren und Umformen erfolgen vollautomatisch.


Halbwarmumformung

Unter der Bezeichnung Halbwarmumformung versteht man einen Umformvorgang, vor dem das Werkstück so weit vorgewärmt wird, dass bei den gegebenen Umformbedingungen eine bleibende Verfestigung eintritt. Diese Definition bedeutet zwar, dass die Umformung unterhalb der Rekristallisationstemperatur durchgeführt wird, doch wird der Begriff halbwarm auch für Temperaturen angewendet, die über dieser liegen. In der Praxis versteht man darunter das Umformen von Stahl im Temperaturbereich von 650 – ca. 950 °C. Diese Temperaturen liegen wesentlich unter üblichen Schmiedetemperaturen von 1100 – 1250 °C.


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