Druckguss

[Warmarbeit]

Druckgießen

Beim Druckgießen wird flüssiges Metall in eine konturgenaue Form eingespritzt, wo es unter Einwirken von Druck erstarrt. Die mit diesem Prozess verarbeiteten Schmelzen reichen von Materialien mit niedrigem Schmelzpunkt wie Zinn-, Blei- und Zinklegierungen, mittlerem Schmelzpunkt wie Aluminium oder
Magnesium sowie deren Legierungen, bis hin zu hochschmelzenden Kupferlegierungen.
Beim Kaltkammer-Druckgussverfahren wird die Schmelze des zu verarbeitenden Metalls portionsweise einem Dosierofen entnommen und mit einer Schöpfvorrichtung in eine Gießkammer gefüllt. Anschließend wird das eingefüllte Metall mit einem hydraulisch angetriebenen Kolben in die Form gepresst. Da die Gießkammer nicht während des gesamten Gießens mit der flüssigen Schmelze in Verbindung steht, also kalt gegenüber der Schmelze ist, spricht man vom Kaltkammerverfahren.
Beim Warmkammer-Druckgussverfahren ist die Gießkammer kontinuierlich mit der Schmelze verbunden. Die Kammer befindet sich auf Gießtemperatur.

Da Aluminium- und Kupferlegierungen mit dem Stahl der Gießkammer reagieren, führt ein längerer Kontakt dieser Schmelzen mit den Werkzeugkomponenten zu Erosion und Korrosion. Aus diesem Grund werden diese Metalle mit dem Kaltkammerverfahren verarbeitet. Um eine gute Füllung der Formen ohne vorzeitige Erstarrung auch bei dünnwandigen Teilen gewährleisten zu können wird die Schmelze unter Drücken von 200 – 300 bar eingepresst. Aufgrund dieser hohen Drücke laufen die Gießprozesse entsprechend schnell ab. Selbst Formen für mehrere Kilogramm schwere Gussteile aus Aluminium werden innerhalb weniger Sekunden gefüllt.
Heute werden etwa 80% der Aluminiumgussteile mit dem Kaltkammer-Druckgussverfahren erzeugt.

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